Konkurrenzkampf unter Finanzdienstleistern

Podcast zur Bedeutung ausländischer Finanzmärkte für Schweizer Banken

Der Zugang zu ausländischen Märkten ist für die Schweizer Banken essenziell. Doch Protektionismus und die Re-Regulierung nach der Finanzkrise erschweren den Marktzugang enorm. Jakob Schaad, Vizedirektor, Leiter Strategische Politikanalyse und Forschungsleiter Leistungsfähige Infrastrukturen und Märkte von Avenir Suisse, spricht über Lösungsansätze.

Um Finanzdienstleistungen jenseits der Grenzen anbieten zu können, sind Abkommen zwischen der EU oder auch einzelnen EU-Staaten dringend notwendig. Doch wie kann ein diskriminierungsfreier Marktzugang vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Renationalisierungstendenzen und historischen Zäsur des Brexit-Entscheids gewahrt werden? Eine Voraussetzung dafür, Dienstleistungen über Grenzen hinweg zu bringen, ist eine Regulierung, die den Investor im gleichen Masse schützt, wie das in der EU der Fall wäre.

Schlagwörter: EU, Finanzmarkt
Dr. Jakob Schaad ist als Vizedirektor verantwortlich für die strategische Politikanalyse und auch Forschungsleiter «Leistungsfähige Infrastrukturen und Märkte». Frühere berufliche Stationen waren u.a.: Stellvertretender CEO der Schweizerischen Bankiervereinigung, Berater von Bundesrätin Doris Leuthard, Mitglied der Direktion der Schweizerischen Nationalbank.

1 Comment

  • Hans Geiger

    Mit dem Gesetzespaket FIDLEG/ FINIG versucht der Bundesrat den Marktzugang zur EU zu erreichen. Notwendig, wenn auch nicht hinreichend, ist die Äquivalenz der Regulierung mit MIFID 2. Das ist so nicht zu schaffen. Für den Finanzplatz Schweiz lautet die bessere Lösung „Dualer Ansatz“.
    Dieser Ansatz räumt den Finanzintermediären und ihren Kunden die Wahlmöglichkeit zwischen einem EU-kompatiblen internationalen Ansatz und einem Schweizer Basisansatz ein. Kunden sollen wählen können. Der internationale Ansatz entspricht vollständig der EU-Finanzmarktregulierung. Änderungen des EU-Rechts werden automatisch übernommen. Damit werden die Äquivalenzerfordernisse der EU auch in Zukunft zweifelsfrei immer erfüllt. Für EU-Kunden ist dieser Ansatz zwingend. Inlandkunden und Nicht-EU-Ausländer, welche den EU-Anlegerschutzstandard wünschen, gehen zu einem Finanzintermediär, der den internationalen Ansatz anbietet, mit entsprechenden Kosten- und Bürokratiefolgen. Andere Kunden wählen den Schweizer Ansatz, der nur die aus Schweizer Sicht notwendigen Vorschriften zum Anlegerschutz enthält, namentlich zu Verhaltensregeln, Transparenzerfordernissen, Retrozessionen und Ombudsstelle.

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