Leitbild
Entstehung und Aufgabe
Avenir Suisse wurde 1999 von 14 internationalen Schweizer Firmen ins Leben gerufen. Nach den Erfahrungen der ersten drei Jahre beschloss der Stiftungsrat im Jahre 2004, die Aktivitäten des Think-Tanks zeitlich unbefristet weiterzuführen. Hierfür wurde der ursprünglich geschlossene Kreis der Stifter geöffnet, um die ideelle und die finanzielle Basis der Stiftung nachhaltig zu verbreitern. Heute wird Avenir Suisse von über 100 Förderern aus allen Branchen und Regionen, von Privatpersonen und von Firmen aller Grössenordnungen, unterstützt. Als unabhängiger Think-Tank engagiert sich Avenir Suisse für die gesellschafts- und wirtschaftspolitische Entwicklung der Schweiz. Avenir Suisse will frühzeitig relevante Themen definieren und Handlungsbedarf sowie Lösungsvorschläge und Denkanstösse aufzeigen. Zu diesem Zweck erarbeitet der Think-Tank selbst oder in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Instituten und Fachleuten aus dem In- und Ausland längere und kürzere Analysen, organisiert Tagungen sowie Foren aller Art und nimmt mit Vorträgen, Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln sowie Beiträgen in den elektronischen Medien an der öffentlichen Diskussion teil. Ein besonderes Anliegen von Avenir Suisse ist die möglichst verständliche und praxisnahe Aufbereitung der Studienergebnisse.
Die Schweiz steht hinsichtlich Wohlstand, Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich zwar relativ gut da, doch bleibt die wirtschaftspolitische «Revitalisierung» der Schweiz, wie sie in den 1990er-Jahren aus Unternehmerkreisen, aber auch von ökonomischer Seite postuliert wurde, eine Daueraufgabe. Im Unterschied zu Verbänden wie «Economiesuisse» beteiligt sich Avenir Suisse nicht aktiv an Vernehmlassungen oder Abstimmungskampagnen. Vielmehr will der Think-Tank möglichst frühzeitig Beiträge zur wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Meinungsbildung leisten und so den geistigen Boden für jene Reformen schaffen, die mit Blick auf die Sicherung von Wohlstand, Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit unerlässlich sind. Er nimmt dabei bewusst eine längerfristige, nicht an der Tagespolitik orientierte Perspektive ein und will mit seiner gesamtheitlichen, wissenschaftlich abgestützten Vorgehensweise und der verständlichen Aufbereitung der Erkenntnisse eine Lücke zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik schliessen.
Position
Avenir Suisse vertritt eine marktwirtschaftliche Sichtweise und orientiert sich an einem klassischen liberalen Welt- und Gesellschaftsbild. Deswegen lautet das Motto: unabhängig – aber nicht neutral. Der Think-Tank geht davon aus, dass die anstehenden Probleme nicht in erster Linie vom Staat zu lösen sind, sondern dass dieser vielmehr Rahmenbedingungen schaffen sollte, in denen sich Eigeninitiative und Eigenverantwortung entwickeln können. Die Stiftung erarbeitet und lanciert ihre Projekte in jeder Beziehung unabhängig und selbständig. Dies ist einerseits gewährleistet durch eine auf mehrere Jahre im Voraus gesicherte Finanzierung durch die Förderer und klare Corporate Governance-Regeln. Anderseits bürgt eine hoch qualifizierte Programmkommission sowohl für die Qualität als auch für die Unabhängigkeit der Arbeit. Avenir Suisse bezieht weder für noch gegen eine politische Partei Stellung und ist offen gegenüber allen Kräften, die die Zukunft konstruktiv und in liberalem Sinne mitgestalten wollen.
Organisation
Oberstes Organ von Avenir Suisse ist der Stiftungsrat, der sich aus 20 bis 25 Vertretern der Wirtschaft, der Wissenschaft und des öffentlichen Lebens zusammensetzt. Er konstituiert sich selbst, wählt aus seiner Mitte den Präsidenten und ernennt die Vorsitzenden und Mitglieder aller Kommissionen sowie den Direktor von Avenir Suisse. Zudem genehmigt er das Budget sowie den Jahresbericht und die Rechnung. Der sogenannte Leitungsausschuss genehmigt die thematischen Schwerpunkte und überwacht das Projekt-Portfolio. Er setzt sich zusammen aus dem Präsidenten des Stiftungsrates, dem Präsidenten der Förderstiftung sowie den Vorsitzenden des Nominationsausschusses, der Finanz- und der Programmkommission. Der Nominationsausschuss evaluiert geeignete Persönlichkeiten für den Stiftungsrat, die Kommissionen und die Direktion. Die Finanzkommission prüft das Budget und die Abschlüsse zuhanden des Stiftungsrates. Die Programmkommission berät den Direktor und sein Team bei der Auswahl der zu behandelnden Themen, und er garantiert mit seiner kritischen Begleitung die wissenschaftliche Qualität der Projekte. Der Direktor trägt die operative Verantwortung für die Stiftung. Er definiert im Rahmen der Vorgaben die einzelnen Projekte und sorgt für die Kommunikation der Studienergebnisse nach aussen. Er vertritt Avenir Suisse gegenüber Öffentlichkeit, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Das operative Team von Avenir Suisse besteht aus wissenschaftlichen Projektleiter/innen und -assistent/innen hauptsächlich aus der Ökonomie sowie verwandten Gebieten.





