Alternde Gesellschaft

Steigende Lebenserwartung und tiefe Geburtenziffern

Steigende Lebenserwartung und tiefe Geburtenziffern führen zur Alterung der Gesellschaft. Die klassische Alterspyramide verformt sich. Die Spitze der Pyramide wird immer höher und breiter, weil immer mehr Leute immer älter werden, während der «Bauch» und die Basis dünner werden. Aus der ägyptischen Alterspyramide wird eine römische Amphore. Diese Entwicklung ist ein höchst facettenreicher Vorgang. Die gestiegene Lebenserwartung ist einerseits Zeichen des technischen Fortschritts und erwünscht. Andererseits hat die drastische Verschiebung der Kräfteverhältnisse zugunsten der älteren Altersgruppen weitreichende Konsequenzen für den Generationenvertrag, sowohl im «Kleinen», in der Familie, wie auch im «Grossen», sprich bei der staatlichen sozialen Sicherheit. Längeres Leben führt zu neuen Krankheitsformen. Pensionäre leiden zunehmend unter chronischen Beschwerden (z.B. Alzheimer). Das persönliche Umfeld ist in solchen Fällen gefordert. Die Alterung bewirkt aber, dass die Betreuungsaufgaben auf immer weniger Schultern von Freiwilligen lasten. Wenn Betreuung durch Freiwilligenarbeit nicht mehr möglich ist, braucht es Pflege durch Fachpersonal. Auch hier fordert die Alterung aber ihren Tribut, weil der Tropf potentieller Fachkräfte kleiner wird. Darüber hinaus gefährdet die Alterung der Gesellschaft die Finanzierung der Altersvorsorge, besonders dann, wenn diese im Umlageverfahren organisiert ist.

Avenir Suisse Publikation zum Thema: «Generationenungerechtigkeit überwinden»

Positive finanzielle Auswirkungen der Alterung?

Die Pensionierung der geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge wird steigende Renten- und Gesundheitsausgaben verursachen. Der Staat ist finanziell gefordert. Doch wie wirkt sich die Alterung der Gesellschaft auf staatliche Einnahmen aus? Welche Steuern werden von der Alterung betroffen, und wie stark? Hinweise liefert eine neue Studie des Kantons Schaffhausen.
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Schlagwörter: Alternde Gesellschaft, Einkommenssteuer, Ergänzungsleistungen, Steuern

Sinkende Armutsquote, auch im Alter

«Jährlich rund 5000 neue Arme im AHV-Alter» rechnete 2014 Pro Senectute vor und bezog sich dabei auf Bezüger von Ergänzungsleistungen (EL) im Pensionsalter. Ist die Schweiz wirklich mit zunehmender Altersarmut konfrontiert?
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Schlagwörter: Alternde Gesellschaft, Berufliche Vorsorge / BVG, Ergänzungsleistungen, Generationenvertrag

Die Qualität der Behandlung zählt

Die Finanzierung der Alterspflege gerät unter Druck. Dabei wird eine Verschlechterung der Qualität befürchtet. Zu Recht? Jeder spricht von Qualität, gemessen am Patienten wird sie kaum. Die Branche und die Politik ergreifen deshalb oft Massnahmen, deren Preis-Leistungs-Verhältnis ebenso ungewiss ist wie deren Wirkung auf die Qualität. Ein Umdenken ist nötig.
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Schlagwörter: Alternde Gesellschaft

Nach der Reform ist vor der Reform

Die laufende Reform der Altersvorsorge 2020 gibt zu reden. Die kombinierte Vorlage, die sowohl die AHV wie die berufliche Vorsorge gleichzeitig angeht, ist besonders komplex. Soll das gesamte Rentenniveau gehalten werden? Und wenn ja, wie kann dieses Niveau finanziert werden? Es ist richtig, dass die Politik diese Punkte in erster Priorität klärt. Doch damit wird es noch lange nicht getan sein: Nach der Reform ist in diesem Fall ganz bestimmt vor der Reform.
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Schlagwörter: AHV, Alternde Gesellschaft, Berufliche Vorsorge / BVG, Ergänzungsleistungen, Generationenvertrag, Rentenalter

«Wir klagen auf hohem Niveau»

Mit «Altersarbeit in den Kinderschuhen» hat Avenir Suisse vor einiger Zeit eine Studie vorgelegt, welche die Situation älterer Arbeitnehmer in der Schweiz beleuchtet. Corinne Päper hat den Autor Jérôme Cosandey für die Zeitschrift «HR Today» über Altersdiskriminierung und eine altersneutrale Personalpolitik befragt.
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Schlagwörter: Alternde Gesellschaft

Medizin zwischen Machbarkeit, Finanzierbarkeit und Wünschbarkeit

Menschliches Leben ist unbezahlbar – doch was darf es kosten? Die weltweit steigende Lebenserwartung verdankt sich beeindruckenden Fortschritten bei Pharmazeutika, Medizintechnik und Diagnostik. Anderseits generiert das wachsende Angebot eine steigende Nachfrage und droht das Gesundheitssystem finanziell kollabieren zu lassen. Entsprechend muss der Nutzen neuer Angebote kritisch hinterfragt werden. Es gilt Anreize so zu wählen, dass die knappen Ressourcen effizienter eingesetzt werden.
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Schlagwörter: Alternde Gesellschaft, Innovation

Zwei Versicherungen, ein Schicksal

Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Finanzierung der AHV einerseits und jener der Berufsvorsorge andererseits. Sie haben mit denselben ökonomischen Herausforderungen zu kämpfen. Es ist somit nicht klug, in der Altersvorsorge alles auf die Karte der 1. Säule zu setzen und die 2. Säule zu vernachlässigen.
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Schlagwörter: AHV, Alternde Gesellschaft, Berufliche Vorsorge / BVG, Negativzinsen

«Der Lohn muss die Leistung spiegeln»

Das Thema des diesjährigen Basel Economic Forum (BEF) lautete «Aging und Arbeitswelt». Als Referent eingeladen war neben zahlreichen prominenten Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Forschung auch Jérôme Cosandey, Forschungsleiter Sozialpolitik bei Avenir Suisse. Diskutiert wurden die Auswirkungen einer alternden Gesellschaft auf die Arbeitswelt und die Chancen und Risiken, die sich daraus ergeben. Christoph Hirter von der «Basler Zeitung» sprach mit Jérôme Cosandey am Rande des Forums über flexible Renten und Arbeitslosigkeit im Alter.
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Schlagwörter: Alternde Gesellschaft, Rentenalter

Optimierung der Alterspflegekette ist Pflicht

Die Anzahl der 80-Jährigen und Älteren nimmt in den nächsten zwanzig Jahren in der Schweiz um über 80% zu – rund 19’000 Personen pro Jahr. Im gleichen Zeitraum steigt die Zahl Personen im Erwerbsalter nur um 8%. Damit wird klar: will man den Hochbetagten gleich viel Ressourcen für die Alterspflege wie heute widmen, stehen wir vor sozialen, personellen und finanziellen Herausforderungen.
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Schlagwörter: Alternde Gesellschaft, Demografie

«Nichts tun ist keine Lösung»

Jérôme Cosandey hat in der Studie «Neue Massstäbe für die Alterspflege» Optimierungspotenzial sowohl im ambulanten als auch im stationären Teil der Alterspflege aufgedeckt. In einem Streitgespräch im Spitex-Magazin hinterfragen Rahel Gmür und Peter Mosimann, Vizepräsidenten im Zentralvorstand des Spitex Verbandes Schweiz, manche Schlussfolgerungen der Studie . Einig sind sich die Experten, dass die Zukunft in regionalen Versorgungskonzepten liegt, in denen Spital, Spitex, Reha und Hausärzte zusammen die Versorgung koordinieren.
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Schlagwörter: Alternde Gesellschaft, Wettbewerb