Alterspflege

Die Langzeitpflege von betagten Menschen

Unter Alterspflege versteht man die Langzeitpflege von betagten Menschen. Darunter subsumiert werden längerfristig ausgerichtete Leistungen, die Personen über 65 Jahren in gesundheitlichen und sozialen Belangen fördern und unterstützen. Die Pflege findet an verschiedenen Orten statt: zu Hause, in Alters- und Pflegewohnungen, in Heimen, Rehabilitationszentren oder in Spitälern. Entsprechend kann die Unterstützung professioneller oder informeller Natur sein.

Die zunehmende Alterung der Gesellschaft stellt die Alterspflege vor fünf Herausforderungen. Erstens ändert sich das Patientenprofil stark. Dank medizinischem Fortschritt überleben mehr Menschen komplexe Erkrankung und treten später ins Pflegeheim ein. Das verändert die Bedürfnisse der Pensionäre und damit auch die Anforderungen an Ärzte und Pflegepersonal. Zweitens bedingt die Zunahme an Patienten und vor allem jener, die intensive Pflege benötigen, mehr Fachpersonal. Die entstehende Pensionierungswelle der Babyboomer steht diesem Bedürfnis entgegen. Ohne intensive Bildungsprogramme, Immigration und Effizienzsteigerung droht ein Personalmangel. Drittens fehlt die nötige Infrastruktur, um alle Pensionäre aufzunehmen. Viertens reduziert die Alterung den Kreis jener, die freiwilligen Einsatz zugunsten von älteren Angehörigen und Nachbarn leisten könnten. Eine Reduktion, oder zumindest Verzögerung, von Heimeintritten kann so nicht mehr im selben Ausmass wie früher erreicht werden. Fünftens schliesslich werden diese Veränderungen signifikante Kosten verursachen. Avenir Suisse schlägt im Buch «Generationenungerechtigkeit überwinden» ein persönliches, obligatorisches Sparen ab dem Alter 55 zur Finanzierung der Alterspflege vor.