Mobility Pricing

Kostenwahrheit im Verkehr durch die Anwendung marktwirtschaftlicher Preismechanismen

Der Kerngedanke von «Mobility Pricing» ist mehr Kostenwahrheit im Verkehr durch die Anwendung marktwirtschaftlicher Preismechanismen.

Konkret bedeutet dies:

  1. einen höheren Grad an Benutzerfinanzierung,
  2. eine Preisdifferenzierung nach Zeiten und Strecken sowie
  3. Investitionsentscheide, die auf Kosten-Nutzen-Erwägungen basieren.

Durch diese Mechanismen liessen sich die Verkehrsnachfrage drosseln, Verkehrsspitzen glätten, die Kapazität vorhandener Infrastruktur besser nutzen und knappe Steuermittel in Infrastrukturprojekte mit dem grössten Nutzen lenken.

In der realen Verkehrspolitik hingegen wird systematisch gegen diese Prinzipien verstossen:

  1. Der öffentliche Verkehr wird massiv subventioniert und im Strassenverkehr bleiben externe Kosten ungedeckt.
  2. Uniforme Tarife sorgen für Staus und Überlastungen während der Hauptverkehrszeiten und für ungenutzte Kapazitäten in den Randzeiten.
  3. Eine Politisierung der Investitionsentscheide lenkt Milliardensummen in Infrastrukturprojekte, die vor allem regionalpolitisch motiviert sind oder das Resultat föderaler Proporzüberlegungen. All dies ist teuer, ineffizient und unökologisch.

Mobility Pricing ist ein allgemeines Prinzip (Kostenwahrheit) und es gibt es viele Möglichkeiten, dieses umzusetzen. Es gibt viele kleinere und grössere Schritte hin zu einem umfassenden Mobility Pricing – und viele davon werden bereits erfolgreich genutzt. Dazu zählen spezifische Mautsysteme für Lastwagen (LSVA in der Schweiz), für Strassentunnel (Österreich) oder Innenstädte (London, Stockholm) ebenso, wie eine allgemeine Strassen-Maut (Singapur) oder E-Ticketing im öffentlichen Verkehr (Holland). Dank technologischem Fortschritt werden die möglichen Anwendungen im Hinblick auf Mobility Pricing zusehends kostengünstiger, benutzerfreundlicher und vielfältiger.

«Mit differenzierten Tarifen die Verkehrsspitzen brechen»

Das Verkehrswachstum in der Schweiz hat sich von den zugrunde liegenden wirtschaftlichen und demografischen Grundgrössen entkoppelt. Dadurch kommt es in Spitzenzeiten immer häufiger zu Engpässen. Als Lösung steht Mobility Pricing zur Diskussion. Daniel Müller-­Jentsch, Senior Fellow und Verkehrsexperte von Avenir Suisse, erklärt im Interview mit der Zeitschrift «Strasse und Verkehr» des Schweizerischen Verbands der Strassen- und Verkehrsfachleute VSS, wieso es mehr Benutzerfinanzierung und differenziertere Tarife braucht.
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Schlagwörter: Infrastrukturen, Kostenwahrheit, Mobilität, Mobility Pricing

10 gute Gründe für Mobility-Pricing

Während Mobility-Pricing in Fachkreisen auf breite Zustimmung stösst, ruft die Forderung nach mehr Kostenwahrheit im Verkehr in der öffentlichen Debatte teils hysterische Reaktionen hervor. Daniel Müller-Jentsch plädiert für eine Versachlichung der Diskussion.
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Schlagwörter: Kostenwahrheit, Mobilität, Mobility Pricing

«Pendler müssen spüren, was Mobilität kostet»

Wer zu Spitzenzeiten auf Strasse oder Schiene unterwegs ist, könnte künftig mehr bezahlen müssen. Der Bundesrat will das Mobility Pricing testen. Diese Idee stösst bei Kritikern auf Unverständnis: Das Mobility Pricing diene einzig dazu, die Bundeskasse zu füllen, wird behauptet. Daniel Müller-Jentsch hält im Interview mit «20Minuten» dagegen: Wenn dank Mobility Pricing Stau reduziert, Zeit eingespart und die Umweltbelastung reduziert werden können, wird sich eine Mehrheit finden. Andernfalls werden die Belastungen des Verkehrssystems weiter steigen.
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Schlagwörter: Kostenwahrheit, Mobilität, Mobility Pricing

Ungenutzte Kapazitäten im öffentlichen Verkehr

Der öffentliche Verkehr (ÖV) ist während der kurzen Stosszeiten überlastet, dafür liegen den Rest des Tages enorme Kapazitäten brach. Dies verursacht hohe Kosten für die Nutzer, die ÖV-Unternehmen und am Ende den Steuerzahler. Durch zeitlich differenzierte Tarife liessen sich Engpässe reduzieren, Kapazitäten besser nutzen und Kosten einsparen. Dies zeigt ein Vergleich mit anderen Verkehrsträgern.
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Schlagwörter: Kostenwahrheit, Mobility Pricing

Mobility Pricing am Gotthard

So wie der Neat-Bau durch wichtige verkehrspolitische Reformen ergänzt wurde, so sollte auch beim Bau der zweiten Röhre des Gotthard-Strassentunnels das Infrastrukturprojekt durch eine Policy-Komponente angereichert werden. Eine Tunnelnutzungsgebühr wäre in der Lage, den Verkehr zu drosseln, durch zeitlich differenzierte Tarife Staus zu vermeiden, die volle Kapazität beider Röhren zu nutzen und ganz nebenbei das Milliardenprojekt durch Benutzergebühren zu finanzieren. Ein solches Gesamtpaket würde die infrastrukturelle Hardware durch verkehrspolitische Software ergänzen – analog zum Vorbild der Neat.
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Schlagwörter: Infrastrukturen, Kostenwahrheit, Mobility Pricing

«Wir brauchen einen Wettbewerb der Ideen»

Peter Grünenfelder spricht im Interview mit Pascal Ihle und Andreas Hugi über Liberalismus, Wohlstands-generierende Faktoren in der Schweiz und die Innovationskraft des Landes. Indem der Think-Tank mit langfristigen Strategien und konkreten Vorschlägen argumentiere, verschaffe er sich Gehör. Ziel sei es, mit liberalen und fortschrittlichen Reformen die Prosperität zu sichern und weiter auszubauen.
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Schlagwörter: BIP-Wachstum, Direkte Demokratie, Globalisierung, Innovation, Liberalismus, Mobility Pricing, Steuerwettbewerb, Wohlstand

Für eine Tunnelmaut am Gotthard

Es gibt gute Argumente für die Einführung einer Tunnelmaut am Gotthard. Die zweite Röhre des Strassentunnels sollte von den Nutzern finanziert werden, nicht von den Steuerzahlern. Andere wichtige Nord-Süd-Achsen durch die Alpen sind schon seit langem mautpflichtig (Brennerpass, Grosser-St.-Bernhard-Tunnel, Montblanc-Tunnel). Durch den Bau einer zweiten Röhre mit verbessertem Verkehrsfluss würde man ohne Maut Ausweichverkehr von diesen Alternativrouten anziehen.
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Schlagwörter: Infrastrukturen, Mobility Pricing

«2030 werden wir in einer völlig neuen Mobilitätswelt leben»

Seit gestern hat die Schweiz eine neues Megaprojekt im Verkehr zu diskutieren. Mit «Cargo Sous Terrain» soll bis zum Jahr 2030 eine schweizweite U-Bahn für den Güterverkehr geschaffen werden. Daniel Müller-Jentsch meldet im Interview mit dem Tages-Anzeiger gewisse Vorbehalte an: in Bezug auf die Finanzierung, den langen Planungshorizont und den Schwerpunkt des Projekts auf Hardware statt Software.
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Schlagwörter: Innovation, Mobility Pricing

Besser reisen mit Mobility Pricing

Genug von überfüllten Zügen zu Stosszeiten? Das Video «Besser reisen mit Mobility Pricing » illustriert, wie zeitlich differenzierte Preise dazu beitragen könnten, die Kapazitäten im öffentlichen Verkehr besser auszulasten.
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Schlagwörter: Mobilität, Mobility Pricing, Wettbewerb

«Die Kosten für den Strassenverkehr verringern»

Braucht die Schweiz ein Mobility Pricing? Lassen sich mit dem Konzept alle Kosten für die Mobilität decken und Staus verhindern? Daniel Müller-Jentsch erklärt im Interview, wie Mobility Pricing im Strassenverkehr umgesetzt werden könnte, und was es braucht, damit das System in der Bevölkerung Akzeptanz findet.
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Schlagwörter: Infrastrukturen, Kostenwahrheit, Mobilität, Mobility Pricing