Podiumsdiskussion: «Welche Neutralität braucht die Schweiz?»

Dienstag, 29. März, 19 Uhr

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Mit dem Entscheid des Bundesrats vom 28. Februar 2022, die von der Europäischen Union beschlossenen Sanktionen gegen Russland vollständig zu übernehmen, hat sich die Schweiz im Ukraine-Konflikt eindeutig auf die Seite des Westens gestellt. Verzichtete Bern in der Vergangenheit in Konfliktfällen auf eine ausnahmslose Umsetzung ausländischer Sanktionen, hat die völkerrechtswidrige russische Invasion der Ukraine den Bundesrat dazu bewegt, diesen Kurs zu verlassen. Ob er damit einen aussenpolitischen Wendepunkt eingeläutet hat, der über eine Anpassung des Neutralitätsbegriffs an sich wandelnde geostrategische Realitäten hinausgeht, wird kontrovers diskutiert.

Klar ist, dass der Krieg in der Ukraine zum Anlass genommen werden sollte, die Ausgestaltung der Neutralitätspolitik grundsätzlich zu diskutieren. Wie soll die Schweiz aussenpolitisch agieren, damit sie ihre Sicherheit und Unabhängigkeit wahren kann und von den anderen Staaten als glaubwürdiger Neutraler anerkannt wird?

Diese und weitere Fragen diskutieren unter der Moderation von Peter Grünenfelder:

  • Botschafterin Pälvi Pulli
    Chefin Sicherheitspolitik, Eidgenössisches Department für Verteidigung und Sport
  • Prof. Dr. André Holenstein
    Professor für ältere Schweizer Geschichte und vergleichende Regionalgeschichte Universität Bern 

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