Jahresbericht 2011

Grosse Ereignisse prägten das letzte Jahr, wie der Tsunami und der Kernkraftwerkunfall in Japan, die Volksbewegungen des «Arab Spring» oder die Verschuldungskrise in Europa. Doch auch in früheren Jahren gab es grosse Ereignisse, betont Gerhard Schwarz, Direktor von Avenir Suisse: «Was 2011 und die letzten drei, vier Jahre von anderen Phasen unterscheidet, sind die stärkere Verunsicherung, der hektische Aktivismus sowie die Tendenz, die freiheitliche Ordnung anzuzweifeln und die Rettung in mehr Staat zu suchen.» In solchen Zeiten brauche es Orientierung: «Avenir Suisse bietet sie.»

Avenir Suisse trieb die grossen Debatten voran

Wie, zeigt der Tätigkeitsbericht 2011 von Avenir Suisse, der jetzt – erstmals von der Agentur Arnold. Inhalt und Form gestaltet – vorliegt. Er stellt mit dem Schwerpunkt «Resonanz» dar, welche Debatten im vergangenen Jahr die Schweizerinnen und Schweizer bewegten. Sie gefährdeten mit dem Streit um die Konkordanz die Grundlagen ihres Wohlstands. Sie erkannten bei den heftigen Auseinandersetzungen um die Folgen der Zuwanderung und bei der schnellen Aufwertung des Schweizer Frankens, was der wirtschaftliche Erfolg an Problemen mit sich brachte. Sie stritten um die Stellung der Schweiz in der Welt. Und sie spürten, dass der demokratische Staat und die liberale Wirtschaft gemeinsame Werte brauchen. Alle diese Debatten trieb Avenir Suisse mit relevanten Beiträgen voran.

Jeden Tag ein Auftritt eines Teammitglieds

Der Think-Tank nahm aber nicht nur aktuelle Debatten auf oder stiess sie sogar an, sondern arbeitete – getreu seinem Auftrag – auch beharrlich an langfristigen Projekten: an der Finanzierung der Sozialwerke, der Weiterentwicklung der Berufsbildung, der Auseinandersetzung mit dem Service public oder der Frage der künftigen Energieversorgung. Die Meinung der Experten von Avenir Suisse war gefragt: Mit Publikationen, Referaten oder Medienauftritten nahm täglich jemand vom Team des Think-Tanks Stellung. Die «Chronologie» – als Kernstück des Tätigkeitsberichts – listet alle diese Aktivitäten auf, nicht zuletzt die 130 Beiträge auf der Website, die im Frühling 2011 neu gestaltet wurde und mit ihren täglich wechselnden Artikeln schon mehr als 2000 Besucher pro Woche anzieht.

Über hundert Personen und Firmen fördern die Arbeit

Während es 2010 für Avenir Suisse intern mit dem 10-Jahre-Jubiläum und dem Direktorwechsel markante Wegmarken gab, verzeichnen die Abschnitte zu Organisation und Finanzen im vergangenen Jahr ausser dem Weggang von Vizedirektorin Katja Gentinetta keine besonderen Ereignisse. Über hundert Firmen und Personen aus allen Branchen und Regionen unterstützen die Arbeit von Avenir Suisse. Die 2005 gegründete Förderstiftung hat inzwischen mehr als 30 Mio. Fr. zugesagt bekommen. Für seine Tätigkeit budgetiert der Think-Tank jährlich 5 Mio., dank strikter Kostenkontrolle blieb der Aufwand 2011 trotz Mehrausgaben für die Erneuerung des Corporate Design und des Online-Auftritts mit 4,74 Mio. unter dem Budget.

Gegen die Schönredner und die «terribles simplificateurs»

Es gebe für die Schweiz als kleines Land inmitten der EU keine Alternative zum «search for excellence», gerade in der Wirtschaftspolitik, stellt Gerhard Schwarz fest. Dazu werde Avenir Suisse weiter Beiträge leisten: «Zwar geniessen in den Medien und in der Politik die Schönredner und ‚terribles simplificateurs‘ mehr Popularität. Aber Avenir Suisse wird sich dadurch nicht vom Mut zur Eigenständigkeit, zu Realismus und Ehrlichkeit abbringen lassen.

Die Jahresberichte 2010, 2009 und 2008 finden Sie hier:

 

Cover Jahresbericht 2010Cover Jahresbericht 2008