Ein wesentlicher Faktor für den Wohlstand der Schweiz ist die Ausgestaltung ihrer staatlichen Institutionen. Die föderalistische Kleinteiligkeit geht zwar mit Doppelspurigkeiten einher, doch in Verbindung mit der hohen kantonalen und kommunalen Steuerautonomie begünstigt sie einen Systemwettbewerb, dank dem sich die öffentliche Hand stärker als in anderen Ländern an den Bedürfnissen der Bevölkerung ausrichtet. Die (direkt-)demokratischen Prozesse dauern zwar meist länger als anderswo, doch die Entscheidungen sind breiter abgestützt und oft treffsicherer. Avenir Suisse erarbeitet Vorschläge, die dabei helfen, dieses komplexe System zu optimieren, also seine Schwächen zu schwächen und seine Stärken zu stärken – damit das schweizerische Staatswesen unserer Prosperität weiterhin dienlich statt abträglich ist.
Wie wir in einer Welt der Unordnung wieder Tritt fassen
Zölle, Krisen, Reformstau – die wachsende Unordnung der Welt setzt das politische Betriebssystem der Schweiz unter Druck. Doch die Antwort auf Verunsicherung und Reformstau liegt weder in nostalgischer Verklärung noch in einem Systemwechsel. Sie liegt in einer oft übersehenen Eigenschaft unserer Institutionen: der Antifragilität.