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Vorwort

2025 markierte einen Meilenstein in der Geschichte von Avenir Suisse: Seit 25 Jahren setzen wir uns für eine freiheitliche und zukunftsfähige Schweiz ein. An unserem Jubiläum liessen wir die ganze Schweiz teilhaben. Wir publizierten ein Buch zu einem hochaktuellen Thema: «Antifragile Schweiz». Es zeigt, wie unser Land Krisen nicht nur übersteht, sondern an ihnen wachsen kann.

Die Buchveröffentlichung begleiteten wir mit einem exklusiven Jubiläumsanlass mit hochkarätigen Referenten, je einer Vernissage in der Romandie und in der Deutschschweiz, einer Plakatkampagne, diversen Auftritten unserer Expertinnen und Experten, Social-Media-Initiativen und vielem mehr. Das Medienecho war gross und landesweit: Interviews, Berichte und Vorabdrucke aus dem Buch unterstrichen die Relevanz unseres Anliegens.

Zum Jubiläum lancierten wir zudem ein neues Fellowship-Programm: Als «Distinguished Fellow» zeichnen wir profilierte Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft für ihre Verdienste aus. Gleichzeitig sollen sie in ihrer Rolle ihr Netzwerk und ihre Expertise gezielt in die Arbeit von Avenir Suisse einbringen. Erster «Distinguished Fellow» wurde Thomas Jordan, ehemaliger Präsident des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank.

Auch darüber hinaus war 2025 ein Jahr wichtiger Weichenstellungen. Nach knapp 14 Jahren bei Avenir Suisse, davon rund 7 Jahre als Vizedirektor und Direktor für die Romandie, hat Jérôme Cosandey die Leitung der Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) übernommen. Diesen Wechsel nutzten wir, um die beiden Funktionen des Vizedirektors sowie des Direktors für die Romandie wieder zu trennen – wir wollen damit künftig insbesondere unsere Präsenz in der Welschschweiz weiter stärken. Mit Diego Taboada und Michele Salvi konnten wir zwei interne Nachwuchskräfte für diese beiden wichtigen Rollen gewinnen.

Neben einmaligen Projekten prägten wir die Debatte im Land mit neuen Analysen und Reformideen – vom Bürokratieabbau bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung über die Modernisierung der Post bis zu unserem kantonalen Freiheitsindex. Gleichzeitig blieben wir mehr denn je an unseren früheren Reformideen dran und  begleiteten sie kontinuierlich in der öffentlichen Debatte. So konnten wir erreichen, dass mehrere unserer Vorschläge von der Politik aufgegriffen wurden, etwa die Idee einer «Löschwoche» zum Abbau von Bürokratie, der Ausgleich der warmen Progression, die Einführung eines Steuerrabatts bei kantonalen Überschüssen oder eines «Sicherheitsjahrs» zur Finanzierung der Landesverteidigung.

Wir haben damit vieles modernisiert und angepasst. Doch auch nach 25 Jahren bleibt unser Anspruch derselbe: Wir wollen mit unabhängigen Analysen, klarer Haltung und mutigen Reformideen zur Zukunftsfähigkeit der Schweiz beitragen. Der vorliegende Jahresbericht zeigt im Detail, wie wir diesen Anspruch 2025 eingelöst haben – und wie wir ihn auch in Zukunft weitertragen wollen.

Key Figures

Finanzen

Der Personalaufwand belief sich im Jahr 2025 auf 3’654’281 Fr. und lag damit etwas über dem Vorjahreswert (3’473’865 Fr.). Der Anstieg ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass wir im Jahr 2024 bestehende Vakanzen besetzen konnten. Gleichzeitig kam es im Berichtsjahr zu einzelnen personellen Abgängen, deren Funktionen teilweise nicht unmittelbar wiederbesetzt wurden. Um die erforderliche Leistungsfähigkeit – insbesondere im Jubiläumsjahr – sicherzustellen, vergaben wir entsprechende Aufgaben gezielt an externe Dienstleister.

Der externe Aufwand erhöhte sich entsprechend auf 825’766 Fr. (Vorjahr: 155’231 Fr.). Neben der Abfederung personeller Engpässe hing diese Entwicklung wesentlich mit den Aktivitäten rund um das 25-Jahre-Jubiläum von Avenir Suisse zusammen. Einen zentralen Bestandteil bildeten die Erarbeitung und Publikation des Buches «Antifragile Schweiz», das als inhaltlicher Schwerpunkt des Jubiläums diente und Avenir Suisse zusätzlich positionierte. Für Konzeption, Produktion sowie begleitende Kommunikations- und Veranstaltungsformate wurde in verschiedenen Phasen externe Unterstützung beigezogen. Auch der Jubiläumsanlass sowie weitere Aktivitäten rund um die Veröffentlichung des Buches trugen zum erhöhten Aufwand bei. Zudem legten wir 2025 den Grundstein für das Rebranding sowie den Relaunch im 2026 und setzten dafür ebenfalls externe Expertise ein.

Der Aufwand für Infrastruktur, Betrieb und Raum belief sich auf 676’581 Fr. und lag damit unter dem Vorjahreswert (862’605 Fr.).

Trotz der zusätzlichen Aktivitäten im Jubiläumsjahr achteten wir weiterhin auf eine sorgfältige und effiziente Mittelverwendung. In der Folge wurde weder das Sonderbudget für das Jubiläum noch der Rahmen des ordentlichen Budgets von 5,5 Millionen Fr. vollständig ausgeschöpft

 

Kommunikation

Unsere Inhalte erreichen ein grosses Publikum

2025 ist es uns gelungen, unsere Themen wirkungsvoll in den öffentlichen Diskurs einzubringen. Ein Blick auf die Zahlen unterstreicht dies: Über 1700 Beiträge erschienen in Print- und Online-Medien sowie in Radio und Fernsehen. Gegen Jahresende intensivierte sich die Berichterstattung nochmals: Allein im Dezember wurden über 270 Beiträge publiziert, insbesondere zu unserem Buch «Antifragile Schweiz», zu unserem Jubiläum sowie zum Freiheitsindex.

Über unsere digitalen Kanäle erreichten wir noch mehr Menschen als im Vorjahr. Auf LinkedIn folgten uns 20% mehr Personen, die Zahl der Interaktionen stieg sogar um 28% – ein klares Zeichen für das wachsende Interesse an unseren Inhalten. Auch die Posts unserer Themenführer fanden weithin Beachtung. Einzelne ihrer Posts erreichten mehrere Zehntausend Impressions. Obwohl die Gesamtzahl der Newsletter-Abonnenten leicht zurückging, konnten wir die Qualität der Interaktionen und das Engagement verbessern: Die Öffnungs- und Klickraten nahmen bei allen Newsletter-Formaten um mehrere Prozentpunkte zu. Unsere Website wurde derweil über 620’000-mal besucht.

Podcasts gewinnen weiter an Bedeutung, insbesondere, um jüngere Zielgruppen zu erreichen. Entsprechend erfreulich ist das Wachstum unserer Hörerschaft: Ende 2025 hatten über 3000 Personen unsere Podcasts abonniert, das sind 19% mehr als im Vorjahr.

Damit fand unsere Stimme 2025 deutlich Gehör im öffentlichen Diskurs – sichtbar, fundiert und relevant.

Förderstiftung

Die Förderstiftung verantwortet die langfristige Finanzierung von Avenir Suisse. Im Berichtsjahr 2025 traten 6 neue Mitglieder dem Förderkreis bei, während 33 bestehende Mitglieder ihr Engagement erneuerten.

Insgesamt unterstützen 124 Unternehmen und Privatpersonen den Think-Tank. Diese breit abgestützte, branchenübergreifende Trägerschaft gewährleistet Unabhängigkeit und Stabilität. Die wiederkehrenden Förderbeiträge ermöglichen die strategische Weiterentwicklung von Avenir Suisse über das 25-jährige Jubiläum hinaus. Sie schaffen die Grundlage dafür, dass wir auch zukünftig Impulse setzen und die Debatte prägen können – für die Zukunft des Erfolgsmodells Schweiz.

Chronologie

https://www.avenir-suisse.ch/jahresbericht-2025