Avenir-Suisse-Direktor Gerhard Schwarz hat in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft am Donnerstagabend in Freiburg i. Br. die Hayek-Medaille 2011 an Prof. Razeen Sally, London, und Prof. Alfred Schüller, Marburg, verliehen. In seiner Laudatio betonte er vor allem die Universalität der Idee der Freiheit und die Bedeutung der Religionen für das Wertefundament der Marktwirtschaft. Mit Razeen Sally und Alfred Schüller wurden zwei Persönlichkeiten geehrt, die sich beide seit Jahrzehnten in Wissenschaft und Gesellschaft für die Idee der Freiheit eingesetzt haben.

Alfred Schüller, Gerd Habermann und Gerhard Schwarz

Alfred Schüller ist als Professor der Phillips-Universität Marburg Autor einflussreicher wissenschaftlicher Publikationen und  setzte sich intensiv mit dem Osten Europas und der Rolle des Privateigentums für die Wirtschaften der Transfomationsländer auseinander. In vielen Zeitungsartikeln, aber auch als (Mit-)Herausgeber mehrere Reihen und Jahrbücher, vor allem des ORDO, trat er beharrlich und stets mit klaren Formulierungen für die Idee der Freiheit ein. Besonders intensiv hat er sich auch mit Fragen der Ethik auseinandergesetzt und in vielen kirchlichen Publikationen mitgewirkt.  Die Kirchen, in unseren Breitengraden die christlichen, zählten über die Jahrhunderte hinweg und zählen noch immer zu den zentralen Vermittlern moralischer Werte, sie liefern wichtige Wertgrundlagen der Sozialen Marktwirtschaft, ohne die es im Zusammenleben mehr staatliche Regeln bräuchte.

Razeen Sally, Gerd Habermann und Gerhard Schwarz

Der zweite Preisträger, Razeen Sally, verkörpert schon aufgrund seines Weltenbürgertums die liberale Idee: Er ist in Sri Lanka als Sohn einer englischen Mutter und eines Nachkommens arabischer Händler in einem multi-ethnischen und multi-religiösen Umfeld aufgewachsen. Heute interessiert sich der Ökonom zunehmend für den Einfluss religiöser Traditionen auf die politischen Institutionen. Sein wissenschaftliches Zuhause fand er im internationalen Handel. Neben seiner Lehrtätigkeit an der London School of Economics ist er auch Direktor des führenden europäischen Think-Tank für Handelspolitik, dem European Centre for International Political Economy in Brüssel.

Sie können die Laudatio von Gerhard Schwarz als herunterladen.