Von den 9 Millionen in der Schweiz wohnhaften Menschen besitzen 2,5 Millionen bzw. 27% keinen Schweizer Pass (Stand Ende 2024). Die Mehrheit der ausländischen Bevölkerung stammt aus der EU (63%); insgesamt 82% aus europäischen Ländern. Spitzenreiter ist Italien mit 342’000 Personen, gefolgt von Deutschland (330’000), Portugal (257’000) und Frankreich (171’000). Zusammen machen diese vier Länder fast die Hälfte aller in der Schweiz wohnhaften Ausländer aus.

Bei den Ländern ausserhalb der EU/Efta zählen Kosovo, Türkei und Nordmazedonien (europäische Drittstaaten) sowie Eritrea, Afghanistan und Sri Lanka (aussereuropäische Drittstaaten) zu den zahlenmässig stärksten Bevölkerungsgruppen – ein Abbild vergangener Arbeitskräftemigration und Flüchtlingswellen. China und Indien, die mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung stellen, machen hingegen weniger als 2% der ausländischen Bevölkerung aus.
Gut die Hälfte (56%) der hier wohnhaften Ausländer haben eine Niederlassungsbewilligung mit unbeschränktem Aufenthaltsrecht. Die andere Hälfte hat eine (in der Regel arbeitsbedingte ein-bis fünfjährige) Aufenthaltsbewilligung oder ist aus anderen Gründen länger hier (u.a. Diplomaten und vorläufig Aufgenommene).
Fast ein Fünftel der ausländischen Bevölkerung wurde hierzulande geboren: Diese Personen erhöhen den Ausländerbestand, ohne dass eine Zuwanderung stattgefunden hat.
Die Bevölkerungsstatistik basiert auf der ständigen Wohnbevölkerung. Zu dieser zählt, wer über eine Aufenthaltsbewilligung für mindestens zwölf Monate verfügt bzw. eine effektive Aufenthaltsdauer von zwölf Monaten erreicht. Wer sich nur für kurze Zeit in der Schweiz aufhält oder als Asylsuchender erst kürzlich in die Schweiz gekommen ist, zählt zur nichtständigen ausländischen Wohnbevölkerung. Ende 2024 waren das 88’700 Personen.
Während rund 2,5 Millionen Menschen hierzulande keinen Schweizer Pass besitzen, haben noch deutlich mehr ausländische Wurzeln. Zählt man zu den Ausländern auch Eingebürgerte sowie gebürtige Schweizer, deren Eltern beide im Ausland geboren wurden, so haben 41% der Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Der Anteil variiert schweizweit zwischen 18% (Kanton Appenzell Innerrhoden) und 66% (Kanton Genf).

Ausländer leben überwiegend in den Städten und ihren Einzugsgebieten. Überdurchschnittlich hoch ist ihr Anteil zudem in der Westschweiz und in Tourismusgebieten. So haben das bei Lugano gelegene Paradiso sowie das bei Zermatt gelegene Täsch mit je 61,5% den höchsten Ausländeranteil aller Gemeinden. In Paradiso sind es mehrheitlich italienische, in Täsch portugiesische Staatsangehörige, die im Tourismussektor arbeiten.
In absoluten Zahlen schwingt die Stadt Zürich mit 148’000 Menschen ohne Schweizer Pass obenaus (Anteil von 34%). Vergleichsweise wenig Ausländer leben in den ländlichen Regionen der Zentral- und Ostschweiz sowie in Bern und Jura. Wenig erstaunlich ist, dass sich die Ausländer je nach Muttersprache unterschiedlich stark in den einzelnen Sprachregionen niedergelassen haben.

Die Zuwanderung in die Schweiz ist stark arbeitsmarktgetrieben, was mit sich bringt, dass sich überwiegend jüngere Menschen hier niederlassen. So liegt das Durchschnittsalter von EU/Efta-Staatsangehörigen zum Einwanderungszeitpunkt bei 30 Jahren. Die Zuwanderer «verjüngen» deshalb die hiesige Altersstruktur. Während in der Alterspyramide der Schweizer die «Babyboomer»-Generation dominiert, wird das Bild bei den Ausländern von der Altersgruppe zwischen 30 und 45 Jahren geprägt: In dieser Gruppe liegt der Ausländeranteil bei rund 40%.
Das Medianalter der Schweizer beträgt 46, dasjenige der Ausländer 38 Jahre. Auf 10 Schweizer im erwerbsfähigen Alter kommen inzwischen 4 Rentner, bei den Ausländern ist das Verhältnis 10 zu 1. Ausländer beeinflussen die Demographie auch über die Kinderzahl. So bringen hier lebende Ausländerinnen durchschnittlich 1,5 Kinder zur Welt, Schweizerinnen 1,2. Allerdings bestehen grosse Unterschiede je nach Herkunftsland; die Geburtenrate gleicht sich zudem mit der Aufenthaltsdauer an das in der Schweiz übliche Niveau an.

Blogserie zur Migration
Migration bewegt die Schweiz: politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Kaum ein anderes Thema wird so intensiv und emotional diskutiert. Mit der Blogserie zur Migration beleuchtet Avenir Suisse die vielfältigen Facetten der Zuwanderung in die Schweiz. Wir liefern Zahlen und Fakten, um das Einwanderungsland Schweiz besser zu verstehen.