Ideen für die Schweiz

44 Chancen, die Zukunft zu gewinnen

Idden_cover_3auflage_400
Avenir Suisse und Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2013, 324 Seiten, ISBN 978-3-03823-821-8, 38 Fr; als ebook (für alle gängigen Geräte) Fr. 24.90

Das neue Buch von Avenir Suisse bietet 44 Ideen zu insgesamt zwölf Politikbereichen. Es ist eine Gesamtschau der Arbeit unseres Think-Tanks, die aus der ganzen Themenvielfalt von Avenir Suisse schöpft.

Das Spektrum der Vorschläge reicht von der freien Pensionskassenwahl durch die Mitarbeiter, um den individuellen Präferenzen der Arbeitnehmer Rechnung zu tragen, bis zu einer freiwilligen Abgabe von Unternehmen bei Neueinstellungen aus dem Ausland zur besseren Ausschöpfung der einheimischen Arbeitskräftereserven; von einem Energiefonds der Kantone mit Blick auf eine effektivere Privatisierung bis zur sogenannten Kumulusaktie, einem Aktientypus, der loyale Anleger belohnt; von einem allgemeinen Bürgerdienst statt der Wehrpflicht, um so der schwindenden Wehrgerechtigkeit und dem Rückgang des Milizgedankens zu wehren, bis hin zu mehr Kostenwahrheit im Verkehr aus ökologischen, siedlungspolitischen und finanziellen Gründen.

Die Autoren – die Projektleiter von Avenir Suisse – wollen mit ihren liberalen Ideen einen Beitrag leisten zur Sicherung des Lebensraums und Wirtschaftsstandortes Schweiz im Morgen und Übermorgen. Die Vorschläge bilden kein abgerundetes und detailliertes Reformprogramm, sondern sie sind ein Angebot für eine breite und offene Debatte über alle Lager hinweg. Die Ideen sollen diskutiert und weiterentwickelt werden und verhindern, dass die Schweiz wegen ihrer vergleichsweise guten Lage an ihrem Haus nur noch die nötigsten Reparaturen vornimmt.

Schlagwörter: Reformideen
Dr. Gerhard Schwarz ist ehemaliger Direktor von Avenir Suisse. Zuvor arbeitete er fast dreissig Jahre für die Neue Zürcher Zeitung, u.a. als Leiter der Wirtschaftsredaktion und als stellvertretender Chefredaktor. Seine Studien der Volks- und Betriebswirtschaftslehre absolvierte er an der Hochschule St. Gallen, in Kolumbien und an der Harvard Business School. Seit 2014 ist er Präsident der Progress Foundation sowie Vice President der Mont Pelerin Society.
Dr. Urs Meister war von 2007 bis 2015 Projektleiter bei Avenir Suisse. Seine thematischen Schwerpunkte lagen bei der Energieversorgung, der Telekommunikation, der Gesundheit sowie Wettbewerbsfragen im Zusammenhang mit Netz-Infrastrukturen und dem Service public.
Alois Bischofberger studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Zürich. Nach einer Tätigkeit in einem Unternehmensberatungsbüro trat er 1973 in die Credit Suisse ein, wo er von 1986 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2008 Chefökonom, Leiter des Economic Research und Mitglied der Global Economic & Strategy Group der Bank war. Von 2008 bis 2016 arbeitete er Teilzeit als Adjunct Fellow bei Avenir Suisse, wo er sein Schwergewicht auf Fragen der Makroökonomie und der Altersvorsorge legte.
Dr. Cosandey setzt sich seit 2011 als Senior Fellow und Forschungsleiter Sozialpolitik von Avenir Suisse mit dem Reformbedarf in der Altersvorsorge, der Organisation und Finanzierung der Alterspflege und Fragen der Altersarbeit auseinander. Nach seiner Promotion an der ETH war er mehrere Jahre als Strategieberater bei The Boston Consulting Group, danach bei der UBS tätig. Jérôme Cosandey hält zudem einen Master der Universität Genf in internationaler Wirtschaftsgeschichte.
Dr. Daniel Müller-Jentsch ist Senior Fellow bei Avenir Suisse. Zuvor arbeitete er als Ökonom bei der Weltbank in Brüssel. Das Studium der Volkswirtschaftslehre absolvierte er an der London School of Economics und an der Yale University. Bei Avenir Suisse beschäftigt er sich schwergewichtig mit Fragen der räumlichen Entwicklung, des Standortwettbewerbs, der Zuwanderung und des Stiftungswesens.
Lukas Rühli arbeitet seit 2010 als Senior Fellow bei Avenir Suisse und befasst sich in dieser Rolle bisher vorwiegend mit den politischen Institutionen der Schweiz (Föderalismus, Gemeindestrukturen, Finanzausgleich, direkte Demokratie) und mit Fragen der Datenvisualisierung. Sein Studium der Volkswirtschaft absolvierte er an der Universität Zürich. 2008 stiess er als Rechercheassistent zu Avenir Suisse.
Dr. Marco Salvi ist Senior Fellow und Forschungsleiter Chancengesellschaft bei Avenir Suisse und setzt sich u.a. mit Steuer- und Fiskalpolitik, Gleichstellung und regionalpolitischen Themen der lateinischen Schweiz auseinander. Er studierte Volkswirtschaft und Ökonometrie an der Universität Zürich und promovierte an der EPFL. Marco Salvi ist Verfasser verschiedener volkswirtschaftlicher Publikationen und Dozent für Ökonomie an der ETH Zürich. Marco Salvi twittert unter @Salvesalvi..
Dr. Markus Schär arbeitete von 2007 bis 2012 als freier Autor für Avenir Suisse. Er war schwergewichtig für die Informationsbroschüre «avenir aktuell» zuständig, berichtet aber auch über Anlässe und unterstützte die Online-Redaktion.
Dr. Patrik Schellenbauer ist stellvertretender Direktor von Avenir Suisse und betreut schwergewichtig die Themen Bildung, Arbeitsmarkt, Verteilung sowie Immobilien. Er ist ausserdem Lehrbeauftragter der ETH Zürich für Immobilien- und Stadtökonomie. Frühere berufliche Stationen waren die Zürcher Kantonalbank, wo er den Bereich Immobilienrisiken leitete sowie eine Stelle als Oberassistent an der ETH Zürich.
Rudolf Walser studierte nach einer Banklehre und praktischer Tätigkeit bei der Schweizerischen Kreditanstalt Volkswirtschaftslehre an der Hochschule St. Gallen. Von 1973 bis 1979 war er Wissenschaftlicher Adjunkt bei der damaligen Handelsabteilung (heute seco), wovon vier Jahre als 1. Botschaftssekretär bei der Schweizer OECD-Delegation in Paris. Anschliessend leitete er bis 1982 den Stab Volkswirtschaft der F. Hoffmann-La Roche AG in Basel. Von 1982 bis Ende 2007 war er Mitglied der Geschäftsleitung und Chefökonom des Vororts des Schweizerischen Handels- und Industrievereins (heute economiesuisse). Seither arbeitet er teilzeitlich als Adjunct Fellow bei Avenir Suisse mit den Schwerpunkten Geld und Währung, Forschung und Bildung und allgemeine Wirtschaftspolitik.

13 Kommentare

    • Verena Parzer Epp

      Sehr geehrter Herr Westermann

      Wir stellen jeweils das Wichtigste gratis auf dem Internet zur Verfügung, wer die Vertiefung will, kann das Buch zum eher modesten Preis von 38 Fr. bei NZZ Libro erwerben. Im Februar werden die «Ideen für die Schweiz» auch als Ebook zu einem noch niedrigeren Preis auf den Markt kommen. Den Mitgliedern des National- und des Ständerates haben wir das Buch gratis zugestellt – in der Hoffnung, dass sie an zentraler Stelle mithelfen, dass unsere Reformideen auch Realität werden.

      Herzlicher Gruss
      Verena Parzer Epp

  • Jürg Schiffer

    Sehr geehrte Damen und Herren
    Ihre Vorschläge als Diskussionsgrundlage finde ich gut. Mir scheint jedoch, dass folgende Punkte kaum in die Überlegungen einbezogen wurden:
    1. Bei der allgemeinen Dienstpflicht ist zu berücksichtigen, dass viele Personen schon heute grosse unentgeldliche Arbeiten verrichten, angefangen mit der Kindererziehung bis zur Betagtenbetreuung. Eine Betreuungsgutschrift sollte verstärkt berücksichtigt werden.
    2. Mit Ausländern kommen z.T. gut ausgebildete Fachleute in die Schweiz, teilweise auch aus ärmeren südlichen Ländern. Diese Erziehungs- und Ausbildungskosten, welche diese Länder erbringen mussten, sollten irgendwie abgegolten werden, z.B. in Form einer Zusatzsteuer für Ausländer. Wir profitieren hier auf Kosten anderer Länder.
    3. Die Milchmädchenrechnung, die Jungen müssen für die Alten aufkommen, ist kurzsichtig. Die Jungen profitieren von der Partizipation an einer enormen Infrastruktur, welche die Alten aufgebaut haben. Auf dieser Infrastruktur fusst auch der Wohlstand der Jungen.

  • Remo

    Zitat:
    „Weibliche Zivis gibt es übrigens immer noch nicht. Dies wäre im Zuge der Gleichstellung einmal ein Betätigungsfeld für die Fachstellen für Gleichstellung.“ (Quelle: http://schweizerzeitung.ch/?p=1657)

    Insofern ist die Frage nach einen allgemeinen Bürgerdienst anstatt Wehr- und Zivildienst wirklich aktuell.
    Die Gleichstellung ist inzwischen derart ausgestaltet, daß Frauen im Vorteil sind und Männer in ganz vielen Belangen stark benachteiligt sind.

  • E. Gerhardt

    Sehr geehrte Damen und Herren!
    Diese Idee Dienstpflicht für alle hatte ich schon lange! Ich denke wie es bei der Armee Truppengattungen gibt, wäre das auch bei so einem Dienst, so dass es Dienste wie Altenpflege , Behindertenpflege, allgemeine Krankenpflege, Hausdienste usw. gäbe. Das hätte den Vorteil, dass im Notfall schnell genügend Personal in den entsprechenden Sparten vorhanden ist. Und im Normalfall eine breite Ausbildung stattfindet. Wir werden die Kosten im Sozialwesen längerfristig nicht mehr tragen können. Ich bin Vater eines behinderten Sohnes und sehe fast jeden Tag wie Leistungen abgebaut werden, aus Kostengründen!!
    e.gerhardt

  • Michael Hochreutener

    Für mich ist das eine Frage, die ich mir schon längst gestellt habe. Eine allgemeine Dienstplicht würde die Zusammengehörigkeit und Identität des Landes stärken, und würde eine fortschrittliche Armeereform ermöglichen. Die Frage der Gleichberechtigung der Geschlechter und die eher fragwürdigen Modelle für Männer die nicht Militärdienst leisten können oder wollen würde sich erübrigen. Dieser neuen, alten Idee stehen der Kostenfaktor und die Angst vor Neuem gegenüber. Mit einem durchdachten, breit abgestütztem Konzept und dem Durchhaltewille in anfänglichen Krisen würde ich dies einer modernen Schweiz wünschen.

    Michael. H, ehemaliger Milizoffizier

  • Anita J.

    Allgemeine Dienstpflicht,
    vielen Dank für Ihren Vorschlag, die Wehrpflicht durch eine allgemeine Dienstpflicht zugunsten der Öffentlichkeit zu ersetzen. Wenn ich schon mal eine Äusserung von Avenir Suisse loben kann, so will ich diese Gelegenheit nutzen: Ich finde dies einen sehr guten Denkansatz, dessen Diskussion nach meiner Meinung schon längst anstehen würde. Ich hoffe diese Debatte wird noch differenzierter und seriöser und mutiger als die ersten Äusserungen von Politikern (Rendez-vous am Mittag, SRF 1). Um die Herausforderungen der heutigen Gesellschaft anzugehen müssen wir in solcher Art unkonventionell und neu denken.
    Anita J.

  • Steiner Albertino Pierino

    Sehr geehrte Damen und Herren

    Je mehr Zeit zum studieren, je mehr Theorie. Je mehr Geld vorhanden so zweckentfremdeter wird es eingesetzt. Die Realitäten sind komplett anders. Mit Ihren Vorschlägen machen Sie die Schweiz kaputt, bringen sie noch mehr ins Elend als sie schon ist. Die Elite der heutigen Gesellschaft stellt alles Positive in Frage. Man sagt Ihren Vorschlägen: Verwässerung. Die Identität, die Kultur, das Menschliche wird kaputt geredet.
    Die Realität ist komplett verloren gegangen. Theorie, nichts als Theorie. Das ist schon lange so, dass alles was von Avenir Suisse kommt Theorie ist, gegen das menschliche Naturell läuft.
    Die Schweiz wird sukzessive zu Grunde gerichtet.
    Mit freundlichen Grüssen
    A.P.Steiner

    • Ernst Strickler

      Lieber Herr Steiner,
      Konträre Ideen zu haben und diese mit Argumenten zu verteidigen finde ich äusserst interessant. Ohne Sie, noch Ihre Argumente zu kennen, bin ich einverstanden, dass eine kritische Einstellung zur Produktion (Chemie, Pharma, Waffen, u.a.) sicher wichtig ist. Es gibt vieles was vor allem qualitativ verbessert werden kann. Ich denke vor allem an eine offenere und personenbezogenere Erziehung und Ausbildung im Zeitalter wo der Zugang zur Information (gute und schlechte) immer mehr Personen möglich ist. Das ist eine primäre Aufgabe der Führungskräfte (Politiker und Verwalter). Die Natur, und die davon abgeleiteten erhaltungswürdigen Traditionen, waren, sind und werden auch inskünftig der beste Lehrmeister sein. Ich sage öfters, dass die einzige statistische Kurve die nur und ständig aufwärts geht diejenige der Überraschungen (u.a. Katastrophen und Krisen) ist, aber wenn man diese dann nachträglich analysiert, hätte man diese, wenn nicht gar vermeiden, wenigstens die entstandenen Schäden viel kleiner halten können wo man eben mehr ´geliefert als gelavert´ hätte. Auch sehe ich in vielen Fällen keinen oder einen mangelhaft umgesetzten Lernprozess. Aber nichts kann dauernd zu Grunde gerichtet werden, denn wie man weiss, der Schatten ist nur wo das Licht fehlt!
      Mit freundlichen Grüssen,
      Ernst Strickler

Ihre Kommentar (Pflichtfeld)
Was ist Ihre Meinung? Schreiben Sie einen Kommentar!

Mit Absenden Ihres Kommentars akzeptieren Sie unsere Netiquette.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *