Wo stehen die Schweizer Frauen mit der Gleichberechtigung? Diese Frage stellt sich das Team von Avenir Suisse, Salomè Vogt, Valerié Müller und Corina Gall, anlässlich des zweiten Schweizer Frauenstreiktags. Sie finden: Seit 1991 hat sich viel Erfreuliches getan – aber nicht genug. Das sähe man allein schon daran, dass in den Geschäftsleitungen der grossen Schweizer Unternehmen erst 8% Frauen sitzen.

Was sich die jungen Frauen wünschen, ist klar: mehr Chancengleichheit – und zwar für Frauen wie Männer. Sie hoffen u.a. auf einen Elternurlaub, damit Mütter und Väter punkto Kinderbetreuung echte Entscheidungen treffen können, auf die Individualbesteuerung und eine besser zugängliche Kinderbetreuung. Und sie fragen sich: Warum soll die Vereinbarkeit von Familien und Beruf nur ein Frauenthema sein? Natürlich sei das Thema Gleichstellung besonders komplex, weil hier auch viele kulturelle Werte hineinspielen. Genau deshalb, könnten die Gesetze aber ruhig auch einmal der Gesellschaft voraus sein – damit es nicht einen dritten Frauenstreiktag braucht.