Sind Europas Wohlfahrtsstaaten unreformierbar? Ausgerechnet Schweden hat das Gegenteil bewiesen.
Eco on the Rocks
Michael Grampp (Deloitte), Jürg Müller (Avenir Suisse) und Peter A. Fischer (NZZ) sprechen über die Wirtschaft Schwedens
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Jürg Müller
Sind Europas Wohlfahrtsstaaten unreformierbar? Ausgerechnet Schweden hat das Gegenteil bewiesen.
Eco on the RocksMichael Grampp (Deloitte), Jürg Müller (Avenir Suisse) und Peter A. Fischer (NZZ) sprechen über die Wirtschaft Schwedens
Schweden galt lange als der Prototyp des sozialistischen «Volksheim». Dann geriet das Land Anfang der 1990er-Jahren in eine schwere Krise. Und prompt schafften die Schweden einen radikalen Kurswechsel: Privatisierungen, Liberalisierungen und tiefgreifende Reformen folgten. Heute steht Schweden für eine niedrige Verschuldung, eine ausgeprägte Aktienkultur und zahlreiche Börsengänge. Wettbewerbliche Lösungen finden sich selbst im Bildungs- und Rentensystem. Gleichzeitig kämpft das Land mit Integrationsproblemen, hoher Arbeitslosigkeit unter Migranten und zunehmender Kriminalität.
Was kann die Schweiz von der schwedischen Reformbereitschaft lernen? Und wie viel Druck braucht es, bis Strukturreformen wirklich angegangen werden?
Darüber sprechen Michael Grampp (Deloitte), Jürg Müller (Avenir Suisse) und Peter A. Fischer (NZZ) im Podcast «Eco on the Rocks».
Wirtschaft muss nicht trocken sein. Im Podcast «Eco on the Rocks» diskutieren Ökonominnen und Ökonomen aus der Schweiz über relevante Wirtschaftsthemen. In unterschiedlicher Formation treffen sich dafür jeweils Veronica Weisser (Ökonomin UBS), Peter A. Fischer (Chefökonom NZZ), Michael Grampp (Chefökonom Deloitte Schweiz) sowie Forscher von Avenir Suisse zum Gespräch. Bei ausgewählten Themen werden auch Gäste aus dem In- und Ausland eingeladen. «Eco on the Rocks» erscheint immer einmal im Monat zur Feierabendzeit. Stay tuned – and cheers!
Zu Gast: Der KI-Standort Schweiz hat noch viel Luft nach oben
Think dänk!
Für Marcel Salathé ist die Schweiz noch zu wenig gut vorbereitet auf die nächste Etappe der KI-Revolution.
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Lukas Schmid
Zu Gast: Der KI-Standort Schweiz hat noch viel Luft nach oben
Think dänk!Für Marcel Salathé ist die Schweiz noch zu wenig gut vorbereitet auf die nächste Etappe der KI-Revolution.
Künstliche Intelligenz entwickelt sich schneller, als selbst Fachleute erwartet haben. Für Marcel Salathé beginnt die eigentliche Revolution jetzt: mit «agentischer KI», die nicht nur antwortet, sondern Aufträge erledigt. Massenarbeitslosigkeit erwartet er nicht, wohl aber tiefgreifende Verschiebungen in Arbeitswelt und Wertschöpfung.
Die Schweiz bringe vieles mit, so der Professor der EPFL: starke Forschung, gute Bildung, stabile Strukturen. Doch eine politische Vision, mutige Investitionen und klare technologische Verantwortung auf Bundesebene fehlen. Das Gespräch führt Lukas Schmid, Senior Fellow bei Avenir Suisse.
Bundesfinanzen: Es braucht Reformen bei der Altersvorsorge, nicht bei der Schuldenbremse
Ohne höheres Rentenalter und echtes Sparen drohen Defizite in der Staatsrechnung
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Michele Salvi
Bundesfinanzen: Es braucht Reformen bei der Altersvorsorge, nicht bei der Schuldenbremse
Ohne höheres Rentenalter und echtes Sparen drohen Defizite in der Staatsrechnung
Die Bundesfinanzen laufen aus dem Ruder. Die Ausgaben wachsen deutlich schneller als die Einnahmen – nicht zuletzt wegen der Altersvorsorge: Immer mehr Rentnerinnen und Rentner müssen von immer weniger Beitragszahlenden finanziert werden. Gleichzeitig braucht die Schweiz Milliarden für ihre Verteidigungsfähigkeit. So rutschen die Bundesfinanzen langfristig in die roten Zahlen. Das vermeintliche Sparpaket, das derzeit im Parlament beraten wird, ist derweil zu einem «Sparpäckli» geschrumpft.
Ist es nun also Zeit für neue Schulden? Im Podcast sagt Michele Salvi (Vizedirektor Avenir Suisse): Finger weg von der Schuldenbremse. Die Schweiz braucht keine zusätzliche Verschuldung, sondern zuerst eine nachhaltig finanzierte Altersvorsorge. Sein Appell: das Ausgabenwachstum des Bundes konsequent bremsen und gleichzeitig das Rentenalter im Einklang mit der steigenden Lebenserwartung erhöhen. Darüber spricht Salvi mit Gastmoderator Mark Dittli (Geschäftsführer von «The Market») im Podcast aus der Denkfabrik: Think dänk!
Zu Gast: Was sollte die Schweiz tun, damit wir nicht im Stau steckenbleiben?
Think dänk!
Es braucht auch punktuelle Infrastrukturausbauten, sagt Astra-Direktor Jürg Röthlisberger.
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Lukas Rühli
Zu Gast: Was sollte die Schweiz tun, damit wir nicht im Stau steckenbleiben?
Think dänk!Es braucht auch punktuelle Infrastrukturausbauten, sagt Astra-Direktor Jürg Röthlisberger.
Das Schweizer Stimmvolk lehnte Ende 2024 den Autobahn-Ausbau ab. Jürg Röthlisberger, Direktor des Bundesamts für Strassen (Astra), sieht darin einen Weckruf für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Doch welche Massnahmen eignen sich neben einem Infrastrukturausbau, um das Verkehrsnetz zu entlasten? Welche Rolle spielen Elektrifizierung und Automatisierung? Und wie steht es um die Kostenwahrheit bei der Mobilität? Darüber spricht Jürg Röthlisberger mit Lukas Rühli (Avenir Suisse) in der neuen Podcast-Folge. Jetzt reinhören!
Think dänk!
Eine Diskussion über Versorgungssicherheit, Kostenwahrheit und richtige Preissignale
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Simon Stocker,
Christoph Eisenring
War früher alles besser im Schweizer Stromsystem?
Think dänk!Eine Diskussion über Versorgungssicherheit, Kostenwahrheit und richtige Preissignale
Einst dominierten die Wasserkraft und zentrale Grosskraftwerke die Stromerzeugung, heute kommt immer mehr Solarenergie dazu. Die Nachfrage wird gleichzeitig durch E-Mobilität und Wärmepumpen geprägt.
Im neuen «Think Dänk» diskutieren Energieökonom Ingmar Schlecht (ZHAW, Neon Neue Energieökonomik) und Christoph Eisenring (Avenir Suisse) über Chancen und Risiken der Energiewende, moderiert von Simon Stocker (Avenir Suisse). Sie sprechen darüber, was reine Mengenziele für grünen Strom taugen, ob Atomkraft ein Comeback feiern könnte und ob die heutige Förderung von Solarstrom richtig ausgestaltet ist.
Eine spannende Debatte über Versorgungssicherheit, Kostenwahrheit und die Frage: Wie schaffen wir ein Stromsystem, das nicht nur CO2-frei, sondern auch robust ist? Jetzt reinhören!
Nachhaltigkeitsberichterstattung – echter Nutzen oder mehr Bürokratie?
Think dänk!
Was die EU-Regeln für Unternehmen und den Standort Schweiz bedeuten
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Michele Salvi
Nachhaltigkeitsberichterstattung – echter Nutzen oder mehr Bürokratie?
Think dänk!Was die EU-Regeln für Unternehmen und den Standort Schweiz bedeuten
Die EU gilt als Vorreiterin bei den Berichtspflichten zu Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen (ESG). Transparenz bei der Nachhaltigkeit ist zwar wichtig. Doch entscheidend ist, ob sich etwas effektiv verbessert, und nicht, wer die meisten Berichtsseiten produziert. Der Aufwand hat sich nun durch die fortlaufende Verschärfung der Vorschriften enorm erhöht. Davon sind auch zahleiche Schweizer Unternehmen betroffen, die in der EU geschäften – mit Kosten von mehreren Hundert Millionen Franken im Jahr.
Nun plant der Bundesrat die umfangreiche EU-Richtlinie zu übernehmen. Welche zusätzlichen Kosten kämen damit auf die Unternehmen zu? Welche Folgen hätte das für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Schweiz? Und welches Vorgehen wäre für die Schweiz zielführender?
Das Gespräch unter der Leitung von Gastmoderator Mark Dittli (Geschäftsführer von «The Market») und Michele Salvi (Vizedirektor Avenir Suisse) im Podcast aus der Denkfabrik: Think dänk!
Blackout-Gefahr in der Schweiz? Was wir vom Ausland lernen können
Eco on the Rocks
Ein Gespräch zwischen Peter A. Fischer (NZZ), Michael Grampp (Deloitte) und Christoph Eisenring (Avenir Suisse)
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Christoph Eisenring
Blackout-Gefahr in der Schweiz? Was wir vom Ausland lernen können
Eco on the RocksEin Gespräch zwischen Peter A. Fischer (NZZ), Michael Grampp (Deloitte) und Christoph Eisenring (Avenir Suisse)
«Der Strom kommt zuverlässig aus der Steckdose»: Jahrzehntelang war das selbstverständlich. Doch gilt das noch? Blackouts in Spanien und Portugal sowie Engpässe in den Niederlanden zeigen: Die Versorgung ist nicht mehr immer garantiert. In der Schweiz bereitet vor allem die absehbare Winterstromlücke Sorgen.
Kommt der Ausbau der erneuerbaren Energien genug schnell voran? Welche Rolle kann die Windkraft spielen? Und was bedeutet das alles für die Netze? Steht die Kernkraft vor einer Renaissance? Und wie wichtig ist ein Stromabkommen mit der EU? Diese Fragen diskutieren Peter A. Fischer (NZZ), Michael Grampp (Deloitte) und Christoph Eisenring (Avenir Suisse) in dieser Folge von «Eco on the Rocks».
Wirtschaft muss nicht trocken sein. Im Podcast «Eco on the Rocks» diskutieren Ökonominnen und Ökonomen aus der Schweiz über relevante Wirtschaftsthemen. In unterschiedlicher Formation treffen sich dafür jeweils Veronica Weisser (Ökonomin UBS), Peter A. Fischer (Chefökonom NZZ), Michael Grampp (Chefökonom Deloitte Schweiz) sowie Forscher von Avenir Suisse zum Gespräch. Bei ausgewählten Themen werden auch Gäste aus dem In- und Ausland eingeladen. «Eco on the Rocks» erscheint immer einmal im Monat zur Feierabendzeit. Stay tuned – and cheers!