AHV

Die Alters- und Hinterlassenenversicherung

Im Jahr 1948 wurde die Alters- und Hinterlassenenversicherung, kurz AHV, gegründet. Die AHV hat die Sicherung des Existenzbedarfs von Pensionierten und Hinterlassenen (Witwen, Witwer, unmündige oder in Ausbildung befindliche Kinder) zum Zweck und stellt in dieser Funktion den bedeutendsten Teil des schweizerischen Sozialversicherungssystems dar. Zusammen mit der 1960 eingeführten Invalidenversicherung (IV) bildet die AHV die erste bzw. die staatliche Säule des Schweizerischen Dreisäulenprinzips mit der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG, 2. Säule) und der freiwilligen Selbstvorsorge (3. Säule). Die IV gewährt der beruflich aktiven Bevölkerung Leistungen, wenn die Erwerbsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen stark eingeschränkt oder verunmöglicht ist. Die erste Säule wird nach dem Umlageverfahren finanziert und ist für alle Personen im erwerbsfähigen Alter, d.h. auch für Nichterwerbstätige (z. Bsp. Mütter, Väter, Studenten) und selbständig Erwerbende, obligatorisch. Die Beiträge der unselbständig Erwerbstätigen an die erste Säule werden hälftig von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bezahlt und betragen je 4,9% des «massgebenden Einkommens». Bei der AHV decken die Beitragszahlungen 70% des Finanzierungsbedarfs. Die restlichen Finanzmittel stammen von Beiträgen des Bundes aus der Tabak-, Alkohol- und Mehrwertsteuer (25%), sowie von Kapitalerträgen (5%; Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV), 2014).

Die Tatsache, dass die laufenden Renten der älteren Generation primär von den Personen im erwerbsfähigen Alter finanziert werden, stellt die Finanzierung dieses Vorsorgewerks vor grosse Herausforderungen. Aufgrund der zunehmenden Alterung der Gesellschaft wird die Zahl der Rentner im Vergleich mit den Erwerbstätigen immer höher. Avenir Suisse plädiert deshalb für eine gleitende Erhöhung des Rentenalters und eine stärkere Berücksichtigung der Beitragsjahre. Obschon die grundsätzlich Finanzierungsproblematik der AHV unbestritten ist, bleibt das Ausmass zumindest umstritten. Damit sich niemand mehr den Kopf über die Herkunft und die allfällige politische Motivation von AHV-Szenarien mehr zerbrechen muss, stellte Avenir Suisse einen AHV-Rechner dazu online.

Nach der Reform ist vor der Reform

Die laufende Reform der Altersvorsorge 2020 gibt zu reden. Die kombinierte Vorlage, die sowohl die AHV wie die berufliche Vorsorge gleichzeitig angeht, ist besonders komplex. Soll das gesamte Rentenniveau gehalten werden? Und wenn ja, wie kann dieses Niveau finanziert werden? Es ist richtig, dass die Politik diese Punkte in erster Priorität klärt. Doch damit wird es noch lange nicht getan sein: Nach der Reform ist in diesem Fall ganz bestimmt vor der Reform.
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Schlagwörter: AHV, Alternde Gesellschaft, Berufliche Vorsorge / BVG, Ergänzungsleistungen, Generationenvertrag, Rentenalter

Zwei Versicherungen, ein Schicksal

Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Finanzierung der AHV einerseits und jener der Berufsvorsorge andererseits. Sie haben mit denselben ökonomischen Herausforderungen zu kämpfen. Es ist somit nicht klug, in der Altersvorsorge alles auf die Karte der 1. Säule zu setzen und die 2. Säule zu vernachlässigen.
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Schlagwörter: AHV, Alternde Gesellschaft, Berufliche Vorsorge / BVG, Negativzinsen

Echte Therapie statt Placebo

Viele Menschen sind nicht in der Lage, die ihnen verrechneten Kosten von durchschnittlich 5000 Franken pro Monat für das Pflegeheim zu bezahlen. Deshalb wird über die Hälfte von ihnen mit Ergänzungsleistungen (EL) unterstützt. Daraus resultieren gesamtschweizerisch EL-Ausgaben für Heimaufenthalte von 1,75 Milliarden Franken. Die Bekämpfung des Kapitalbezugs jedoch ist eine Scheinlösung. In einer alternden Gesellschaft ist eine längere Perspektive nötig.
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Schlagwörter: AHV, Alternde Gesellschaft, Berufliche Vorsorge / BVG, Ergänzungsleistungen

Auch ohne AHV plus: 1. Säule bald in finanzieller Schieflage

Am 25.September haben die Stimmbürger mehrheitlich dagegen gestimmt, einen AHV-Turm, dessen finanzielle Schieflage ohnehin schon gewiss ist, noch um ein Stockwerk zu erhöhen. Mit unserem aktualisierten AHV-Rechner können Sie testen, wie die Zuwanderung, der Beitragssatz, das Rentenalter, das Lohnwachstum und weitere Variablen die Finanzierungsaussichten der Altersvorsorge beeinflussen.
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Schlagwörter: AHV, AHV-Rechner, Alternde Gesellschaft, Generationenvertrag

Keine Angst vor einem höheren Rentenalter

Die Lebenserwartung steigt und steigt – auch in der Schweiz. Um das finanzielle Gleichgewicht der Sozialversicherungen zu sichern, wird nun auch hierzulande über ein höheres Rentenalter diskutiert. International gehören wird damit eher zu den Nachzüglern, denn 18 OECD-Länder haben diesen Schritt bereits vor uns gemacht. Hören Sie den Podcast mit Jérôme Cosandey, der von Nicole Dreyfus über die aktuelle Rentenalter-Debatte in der Schweiz interviewt wird.
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Schlagwörter: AHV, Rentenalter

«Es ist nur gerecht, wenn Frauen länger arbeiten»

Der Nationalrat hat am Mittwoch beschlossen, das Rentenalter für Frauen auf 65 Jahre zu erhöhen. Jérôme Cosandey sagt im Interview mit «20 Minuten», was diese Massnahme genau bedeutet und was sie bringt.
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Schlagwörter: AHV, Alternde Gesellschaft, Berufliche Vorsorge / BVG

«Schönreden ist unehrlich»

In einem Interview in der «Finanz und Wirtschaft» spricht unser Forschungsleiter Sozialpolitik über den Druck, unter dem die Vorsorge heute an allen Fronten steht. Jérôme Cosandey konstatiert, dass es eine Rentenreform brauche, die Opfer von Jung und Alt verlangt. Das ist politisch zwar nicht attraktiv, aber die Realität.
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Schlagwörter: AHV, Alternde Gesellschaft, Berufliche Vorsorge / BVG, Generationenvertrag, Rentenalter

Sieben Wochen bezahlte Ferien pro Jahr

Seit der letzten Revision der AHV im Jahr 1997 ist der Gesamtbetrag der Renten für Männer zwischen ihrer Pensionierung und ihrem Tod inflationsbereinigt um 25 Prozent gestiegen. Weil das Rentenalter der Frauen von 62 auf 64 Jahre erhöht wurde, stieg der Betrag bei ihnen nur um 2 Prozent. Gemäss Projektionen des Bundesamtes für Sozialversicherungen wird sich in der ersten Säule bis 2030 ohne Reform ein Defizit von 50 Milliarden Franken kumulieren. Soll eine höhere Lebenserwartung automatisch zu einer längeren Pensionsdauer führen?
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Schlagwörter: AHV, Alternde Gesellschaft, Berufliche Vorsorge / BVG

Was bedeutet die alternde Gesellschaft für die Demokratie?

Als die Sonntagspresse am vorvergangenen Wochenende die Vorschläge von Avenir Suisse aufnahm, wie einer Überalterung der Politik begegnet werden könnte, glaubte noch kaum jemand an den inzwischen beschlossenen Brexit – den Ausstieg Grossbritanniens aus der Europäischen Union. Das unerwartete Verdikt der mehrheitlich älteren Generation befeuert die Diskussion über die drohende Verkürzung des Entscheidungshorizonts des Elektorats – auch in der Schweiz. Mehrere Vorschläge zur Stärkung der nachrückenden Generationen liegen auf dem Tisch. Es ist Zeit für eine Klarstellung.
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Schlagwörter: AHV, Alternde Gesellschaft, Berufliche Vorsorge / BVG, Rentenalter

«Die Jungen sollen wissen, wie wichtig ihre Stimme ist»

Mit der alternden Gesellschaft werden auch die Wähler älter. Soll das Stimmrechtsalter auf 16 gesenkt werden? Oder gleich ab Geburt vergeben werden? Dazu Lukas Rühli von Avenir Suisse. Newsnet: Lukas Rühli, Avenir Suisse rechnet uns vor, dass bis ins Jahr 2035 das Alter des statistischen Durchschnittswählers auf über 60 Jahre klettert. Sie warnen vor einer
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Schlagwörter: AHV, Alternde Gesellschaft, Generationenvertrag, Rentenalter